Radfahren mal ganz anders
Und von nun an geht's bergab
Schussfahrt bergab - auf neudeutsch: Downhill. Der Begriff bedeutet im Radsport die möglichst schnelle Bergabfahrt. Aber auch in anderen Sportarten wie Skating wird der Begriff in dieser Bedeutung verwendet. Downhill-Rennen auf dem Fahrrad finden in natürlicher Umgebung mit Sprüngen und anderen Schwierigkeiten statt. Die Räder dazu weisen Besonderheiten auf, um den außerordentlichen Belastungen standzuhalten.
Der Downhill-Sport kommt aus den USA und Kanada, aber auch in Deutschland wird er immer beliebter. Dabei geht es nicht nur darum, eine Abfahrt so schnell wie möglich zu bewältigen. Die Strecken liegen in freier Natur, so dass die nicht glatt wie eine Asphaltstrecke sind. Wurzeln, Steine und kleine Erhebungen erfordern hohes Fahrgeschick. Dazu kommen unterschiedliche Sprünge von einer Ebene auf die andere, von einer Rampe oder an einem Hindernis. So sind Sprünge von 20 Metern Länge und fünf Metern Höhe an der Tagesordnung bei solchen Wettbewerben.
Die Fahrräder weisen einige Besonderheiten in Konstruktion und Ausstattung auf. Sie haben eine hohe Stabilität bei relativ geringen Gewicht von durchschnittlich 16 bis 22 Kilogramm – wegen des schnellen Handlings im Rennen. Sie sind vollgefedert, um bei der schnellen Abfahrt auf holprigem Untergrund nicht den Kontakt dazu zu verlieren. Und sie sind mit effizienten Scheibenbremsen ausgestattet.
Beim Speed-Downhill werden Abfahrtsgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern erreicht. Die Fahrer schützen sich mit besonderer Sicherheitskleidung wie Helm oder Protektoren, um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Im Downhill-Sport gibt es zahlreiche Wettbewerbe – von regionalen Veranstaltungen bis zur Weltmeisterschaft.










