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Urlaubsfreude auf zwei Rädern

Auf den Sattel schwingen und losradeln: Fahrradtouren sind ideal für Familien, die gern aktiv die freie Natur genießen wollen.

Kaum eine Freizeitbeschäftigung ist hierzulande so beliebt wie Fahrradfahren, und kaum eine können Eltern so gut gemeinsam mit ihren Kindern ausüben. Wer Rad fährt, ist aktiv, erlebt die bereiste Landschaft mit allen Sinnen, und die Kinder muss man – im Gegensatz zum Wandern – meist gar nicht erst lang bitten. Außerdem kann man mit den Kleinen überall dort anhalten, wo es einem gefällt. Und das ist oft alle paar Kilometer der Fall: An einer schönen Wiese etwa, einem Badesee, einem Waldspielplatz, einer Schafherde, einem Eis-Café…

Diese Stopps, gemischt mit der Freude an der Bewegung, machen eine Radtour für kleine und große Kinder zu einmaligen Entdeckungsreisen. Oder können zwei Millionen Deutsche irren? So viele sind letztes Jahr jedenfalls im Urlaub mit dem Rad verreist, hat der Allgemeine Deutsche Fahrradclub ADFC ausgerechnet.

Vom Säugling bis zum Senior
„Alle Kinder, die bisher bei unseren Touren mit dabei waren, haben sie in vollen Zügen genossen“, berichtet Christian Rhode vom Marburger Radreise-Veranstalter Velociped. Selbst Wickelkinder im Alter von ein oder zwei Jahren sind bei den mehrtägigen Radwanderungen zwischen Ostsee und Bodensee zuweilen als Gast mit auf Tour – und lassen sich bequem in einem Kinderanhänger von Mama oder Papa ziehen. Die leichten, bunten Transporter aus Aluminium setzen sich gegenüber den Kindersitzen immer stärker durch, weil sie mehr Komfort und Sicherheit bieten, gerade bei längeren Strecken. Und für das Schwesterchen ist darin auch noch Platz – zu zweit macht Kindern die Tour nämlich noch mehr Spaß.

Wer im Alltag gern in die Pedale tritt, für den ist eine mehrtägige Radtour mit großer Wahrscheinlichkeit genau das Richtige. Ein zweiter Jan Ullrich muss man zum Glück dafür beileibe nicht sein: Bei Touren mit Kindern sollte man mindestens jede Stunde eine Pause einlegen. Und Tagesetappen von 10 bis 20 Kilometern reichen – schließlich zählt das Vergnügen. Um das Reisegepäck kümmern sich Reiseveranstalter oder Anbieter vor Ort: So stehen bei der Ankunft im Gasthof oder Hotel die Koffer und Reisetaschen bereits im Zimmer. Sehr bequem.

Sobald Kinder Fahrrad fahren gelernt haben und sicher mit dem Gefährt umgehen, dürfen sie bei einer Radwanderung selbst strampeln. Wichtig dabei: Die Route sollte um Autostraßen einen großen Bogen machen. Radkarten und Radtourenbücher zeigen die autofreien Wege an.

Kinder schon bei der Planung einbeziehen
Ob pauschal gebucht oder selbst zusammengestellt: Beziehen Sie Ihre Kinder am besten von Anfang an aktiv in die Reiseplanung mit ein. Wo gibt es Burgen und andere Sehenswürdigkeiten, welches Spielzeug darf mit auf die Reise? Welche Wartungsarbeiten an den Fahrzeugen müssen erledigt werden? Bei allem Spaß gewinnt der Nachwuchs im Radelurlaub noch etwas anderes: Fahrpraxis. Und die ist wichtig, um sich z.B. auf dem Weg in die Schule oder zu Freunden umsichtig und sicher zu bewegen.